Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung http://jugenddelegierte.dbjr.de Most recent posts at Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung posterous.com Wed, 15 Feb 2012 03:53:05 -0800 (R)einlesen: Materialien zu Rio+20 http://jugenddelegierte.dbjr.de/reinlesen-material-zu-rio20 http://jugenddelegierte.dbjr.de/reinlesen-material-zu-rio20

Im Zusammenhang mit Rio+20 wird häufig auf den geschichtlichen Hintergrund verwiesen: Die internationale Diskussion um Nachhaltige Entwicklung begann schon vor Jahrzehnten, als "Startpunkt" wird häufig die Konferenz über die menschliche Umwelt von 1972 genannt. Seitdem fanden unzählige große und kleine UN-Konferenzen zu Umwelt- und Entwicklungsfragen statt. Auch wenn die tatsächlichen Auswirkungen dieser Konferenzen gering waren, wurden viele wichtige Leitentscheidungen getroffen, auf die man auch heute noch aufbauen kann.

Eed_begriffslexikon_erdgipfel
Die Broschüre "20 Jahre danach" des Evangelischen Entwicklungsdienstes zeigt die Geschichte des Rioprozesses anschaulich und legt dar, welche Fortschritte in Zwischenzeit erreicht wurden und welche Beschlüsse auf den Konferenzen getroffen wurden. Der Text ist deutlich umfangreicher als der geschichtliche Rückblick in unserem Rio-Briefing und damit für alle interessant, die sich etwas intensiver mit den zurückliegenden Prozessen auseinander setzen möchten.

Außerdem hat der EED auch "Ein kleines Begriffslexikon" veröffentlicht, in dem die wichtigsten "Vokabeln" der Debatte kurz und prägnant erläutert werden. Neben den Konferenzen und wichtigen Konventionen finden sich in dem Heft zum Beispie kurze Erklärungen der Begriffe Entkoppelung, Agenda 21 und Postwachstumsgesellschaft.

Die Hefte können auf der Website des EED kostenlos bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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Thu, 02 Feb 2012 06:00:00 -0800 Use less – get more! Foto- und Videowettbewerb zur Ressourceneffizienz http://jugenddelegierte.dbjr.de/use-less-get-more-foto-und-videowettbewerb-zu http://jugenddelegierte.dbjr.de/use-less-get-more-foto-und-videowettbewerb-zu

Fotovideowettbewerb_giz
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit hat einen Foto- und Videowettbewerb für Jugendliche ausgeschrieben. Unter dem Titel Use less – get more! sollen Ideen für einen ressourcenschonenden Lifestyle eingereicht werden. Es winken bis zu 500€ Preisgeld und eine Reise zur Preisverleihung nach Bonn. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren.

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Thu, 02 Feb 2012 04:05:00 -0800 Finanzierung für zwei afrikanische Jugendvertreter bei Rio+20 http://jugenddelegierte.dbjr.de/finanzierung-fur-zwei-afrikanische-jugendvert http://jugenddelegierte.dbjr.de/finanzierung-fur-zwei-afrikanische-jugendvert

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und die GIZ finanzieren die Teilnahme von zwei afrikanischen Jugendvertretern bei Rio+20. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, da kaum Jugendvertreter aus Entwicklungsländern an den Verhandlungen teilnehmen können.

Das Programm umfasst die Teilnahme am "Youth Blast", dem Jugend-Vorbereitungstreffen vor Rio+20, sowie am 3. PrepComm und der Konferenz selbst. BMZ und GIZ übernehmen Reise- und Unterkunftskosten sowie ein Tagegeld für die Arbeit vor Ort. Wir deutschen Jugenddelegierten werden uns nach der Auswahl der Vertreter besonders dafür einsetzen, dass sie in die bestehenden Netzwerke und Arbeitsgruppen eingebunden und mit allen wichtigten Informationen versorgt werden.

Die Ausschreibung wurde am vergangenen Wochenende verschickt, Bewerbungsfrist ist der 20. Februar.

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Wed, 01 Feb 2012 14:30:00 -0800 Petitionen: Staats- und Regierungschef zu Rio+20! http://jugenddelegierte.dbjr.de/petitionen-staats-und-regierungschef-zu-rio20 http://jugenddelegierte.dbjr.de/petitionen-staats-und-regierungschef-zu-rio20

Rio+20 soll (unter anderem) das political commitment für Nachhaltige Entwicklung erneuern. Ob dieses Ziel erreicht wird, wird vor allem davon abhängen, ob die Staats- und Regierungschefs an der Konferenz teilnehmen oder nicht – unter anderem, weil die mediale Aufmerksamkeit viel größer sein wird.

Derzeit versuchen gleich zwei Petitionen, die Staats- und Regierungchefs zur Teilnahme an Rio+20 zu bewegen:

Die Petition Heads of States@Rio+20 wurden von den Koordinatoren der Major Group der Nichtregierungsorganisationen (NGOs) initiiert. Die ruft die Staats- und Regierungschefs dazu auf, ihrer "Verpflichtung" nachzukommen und an Rio+20 teilzunehmen. Bis zum 20. Juni – dem ersten Tag der Konferenz – soll eine Million Stimmen zusammenkommen.

Hinter der Petition Game change at Rio+20 stecken vor allem brasilianische bzw. südamerikanische Organisatoren. Auch sie ruft die Staats- und Regierungschefs zur Teilnahme an Rio+20 auf und fordert solide und klare Ergebnisse. Leider ist die Website nicht ganz auf dem Laufenden – der dort angegebene Termin der Konferenz wurde ja um gut zwei Wochen verschoben.

Im Moment haben beide Petitionen nur wenige hundert Stimmen. Welche von beiden mehr Stimmen gewinnen kann, wird sich zeigen müssen.

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Thu, 26 Jan 2012 13:58:00 -0800 Zero Draft: Zusammenfassung & Einschätzung http://jugenddelegierte.dbjr.de/zero-draft-zusammenfassung-einschatzung http://jugenddelegierte.dbjr.de/zero-draft-zusammenfassung-einschatzung

In vier Monaten ist es schon fast soweit: Rio kommt in schnellen Schritten näher. Vor gut zwei Wochen wurde der erste Entwurf des Verhandlungsdokuments (Zero Draft) veröffentlicht. Derzeit wird das Papier in New York erstmals in sog. „informal informals“ vorberaten.

Den Entwurf könnt ihr hier finden. Wir haben eine kurze Zusammenfassung und Einschätzung des Zero Draft erstellt:

12_01_26_Zero_Draft_Zusammenfassung_und_Einschaetzung.pdf Download this file

In den kommenden Monaten werden wir den Verlauf der Verhandlungen aktiv mitverfolgen. Aktuelle Entwicklungen und unsere Beobachtungen werden wir in nächster Zeit verstärkt hier im Blog veröffentlichen.

Update: Das International Institute für Sustainable Development berichtet ausführlich von den ersten informellen Beratungen des Zero Draft, die vom 25. bis 27. Januar in New York stattfinden.

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Sat, 17 Dec 2011 18:26:00 -0800 Intersessional: Zweiter (und letzter) Tag http://jugenddelegierte.dbjr.de/intersessional-zweiter-und-letzter-tag http://jugenddelegierte.dbjr.de/intersessional-zweiter-und-letzter-tag

Wie im Flug ging auch der zweite Tag des Intersessionals gestern zu Ende. Nachdem am Donnerstag über die "Substanz" des Verhandlungsdokument gesprochen wurde, ging es am Freitag um dessen Struktur.

Wir mussten feststellen, dass wir in der Major Group for Children and Youth überhaupt nicht über den Aufbau des Dokuments gesprochen hatten. Auch wir beiden hatten uns keine größeren Gedanken dazu gemacht. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe: Entweder richtet sich die Struktur nach den Vorgaben der GA-Resolution, die Themen und Ziele der Konferenz definiert, weshalb die Aufbaufrage überhaupt keine ist. Auf der anderen Seite könnte die Vielzahl der einzelnen Themen auch Ursache dafür sein, dass die Aufbaufrage eine Herausforderung ist, der sich bisher schlicht niemand gestellt hat.

So betonten viele Staaten, das Dokument solle zukunftsweisend und "action oriented" sein, außerdem das erneuert "political commitment" betonen und die Implementierung der vielen bereits verabschiedeten Papiere beschleunigen.

Der Vorschlag der US-Delegation von Donnerstag, das Papier auf 5 Seiten zu begrenzen und Handlungsoptionen nur in einem unverbindlichen, nicht verhandelten Anhang aufzulisten, wurde (leider) von vielen aufgegriffen. Leider setzte diesem konkreten Vorschlag niemand wirklich etwas entgegen und es wäre wohl auch unklug, eine Diskussion über Seitenzahlen zu führen.

Vor allem von Entwicklungsländern wurde das Prinzip der gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortlichkeit häufig zitiert. Auch China und Indien nahmen darauf Bezug – sie verstehen sich in den Klima- und Nachhaltigkeitsprozessen leider immer noch als Entwicklungsländer, die keine Verbindlichkeiten eingehen können.

Eine Gesamteinschätzung des Intersessionals soll einen weiteren Blogeintrag füllen – kurz gesagt haben wir jedoch den Eindruck, dass das Intersessional den Prozess nicht wirklich vorangebracht hat. Die Möglichkeit, Stellung zu den Konsultationsergebnissen zu nehmen, wurde von den wenigsten Staaten ernsthaft genutzt.

Alle warten jetzt den "zero draft" ab, der voraussichtlich am 9. Januar veröffentlicht werden soll. Dieser vom Sekretariat und dem "Bureau" (dem politischen Rio+20-Organisationskommittee) entwickelte "Nullentwurf" wird einen ersten Vorgeschmack darauf geben, wie das Verhandlungsdokument am Ende aussehen könnte. Sobald dieser Entwurf veröffentlicht ist, wird definitiv frischer Schwung in die Verhandlungen kommen.

Für das Frühjahr 2012 war eine Reihe von Sitzungen angesetzt, um den Nullentwurf zu verhandeln. Die Gruppe der G77 hat nun vorgeschlagen, die Zahl der Sitzungen zu reduzieren und zum Beispiel das sog. "informal informal" im Januar (informelle Verhandlungssitzung ohne Mandat für Entscheidungen) zu streichen – zwangsläufig die Verhandlungsmasse bei den Sitzungen im März konzentrieren würde. Eine Entscheidung dazu wird das Bureau am 22. Dezember fällen.

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Thu, 15 Dec 2011 20:01:00 -0800 Intersessional: Erster Tag http://jugenddelegierte.dbjr.de/intersessional-erster-tag http://jugenddelegierte.dbjr.de/intersessional-erster-tag

Der erste Tag des Intersessionals ist schon vorbei! Diesmal geht's hier wirklich rund, denn statt zwei Wochen wie bei einer CSD-Sitzung haben wir dieses Mal nur zwei Tage – ein Vorgeschmack auf Rio+20: Die eigentliche Konferenz soll auch nur drei Tage dauern.

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Insgesamt geht es sehr eng zu: knapp 500 TeilnehmerInnen sind angemeldet, der Sitzungssaal fasst aber nur etwa die Hälfte. Es gibt einen "overflow room", in dem die übrigen Vertreter der Zivilgesellschaft den Statements zuhören können, allerdings ohne Videoübertragung.

Wir tracken die Stellungnahmen der Staatengruppen, anderen Major Groups und Einzelstaaten. So halten wir fest, welche Parteien sich für welche Vorschläge aussprechen. Später sollen diese Mitschrift noch thematisch sortiert werden. Dies wird für die Lobbyarbeit in den kommenden Monaten enorm hilfreich sein.

Diskutiert wird beim Intersessional nur außerhalb des offiziellen Programms – die Sitzungen bestehen im Wesentlichen im Abarbeiten einer langen Redeliste; jede Delegation trägt dann das im Voraus vorbereitete Statement vor. Jede Major Group bekommt einmal die Möglichkeit zum einer Intervention. Wir waren schon in der ersten Session an der Reihe und Alice trug das Statement vor, dass wir gemeinsam mit anderen Jugendvertretern vergangene Nacht und heute Morgen entwickelt hatten.

Inhaltlich betrachtet war der erste Tag eher enttäuschend. Die Statements der Staaten und Staatengruppen beinhalteten häufig nur wenig neues, auf die Ergebnisse der Konsultation wurde häufig gar nicht eingagengen. Vielmehr hörten wir oft Standardphrasen, etwa dass das Dokument kurz und bündig und prägnant sein solle.

Immerhin die Delegation der Vereinigten Staaten war für eine Überraschung gut: Nach ihnen soll das Ergebnisdokument soll nicht mehr als 5 Seiten umfassen, eher deutlich weniger. Dazu soll es – und das ist wiederum keine Überraschung – einen nicht verhandelten Anhang unverbindlicher Vorschläge mit Maßnahmen geben. Jede Form der Verbindlichkeit soll nach Ansicht der USA vermieden werden.

Nachdem heute eigentlich die Substanz (also die Inhalte) des Ergebnisdokuments auf der Tagesordnung stand, wird morgen die Struktur verhandelt. Am 10. Januar wird dann der "Nullentwurf" des Dokuments vorgelegt.

Bessere Photos gibt's morgen ;)

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Thu, 15 Dec 2011 09:22:00 -0800 Jugendstatement beim Intersessional http://jugenddelegierte.dbjr.de/jugendstatement-beim-intersessional http://jugenddelegierte.dbjr.de/jugendstatement-beim-intersessional

Die Major Group for Children and Youth hat in der ersten Session ein Statement gehalten, das letzte Nacht und heute Morgen geschrieben wurde.

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Photo (c) IISD RS

The Major Group for Children and Youth have identified the following goals and priorities for Rio+20:
 
To effectively coordinate and ensure equal access to justice, member states should be mindful of the existing economic, human rights, and environmental agreements and apply an integrated and holistic approach to sustainable development. We call for sustainable development policies in the existing financial institutions. Enhanced political commitments must become visible in budgetary allocations for sustainable development.
We urge Member States to address the impacts of armed conflict on communities and water, energy and food crises that pose severe threats to children and youth. We call for the adoption of Sustainable Development Goals supplemented by a 10-Year Framework of Programmes on Sustainable Consumption and Production by 2015.
 
The transition to the Green Economy will require an improved notion of wellbeing, measured with new indicators that go beyond GDP. The Green Economy must fully take into account the limits of our common planetary and social boundaries.

Youth unemployment must be reduced through the creation of green jobs with a living wage and the stronger consideration of the impact of employment policy on youth. The Green economy should reduce child and youth poverty, promote gender equality, strengthen national healthcare systems with an emphasis on universal and comprehensive Health Care and reproductive health. Mechanisms such as a “Global Technology Sharing Facility” must be established to promote best practices.
 
INSTITUTIONAL FRAMEWORKS FOR SUSTAINABLE DEVELOPMENT must balance participation of all stakeholders as well as their meaningful representation in decision making processes by reaffirming Principle 10. We propose the establishment of Ombudspersons for Future Generations on the national level and a UN High Commissioner for Future Generations at the global level. We call for the establishment of a Council on Sustainable Development as a subsidiary to the UN General Assembly and Stewardship for Global Commons for the transitional governance of the global commons. In addition, we believe that a World Environmental Court should be established. We propose an Intergovernmental Panel on Sustainable Development as an effective knowledge management mechanism. Last but not least we call for the upgrade of UNEP into the UN Environmental Organisation with status as a specialised agency.
 
This is our vision, and this is the future that we are prepared to take ownership of.

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Thu, 15 Dec 2011 05:11:00 -0800 2. Intersessional: Es geht los http://jugenddelegierte.dbjr.de/2-intersessional-es-geht-los http://jugenddelegierte.dbjr.de/2-intersessional-es-geht-los

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Dieses Mal gibt's keine Schonfrist: Direkt nach der Ankunft gestern nahm Felix am Meeting der Organizing Partners teil. Am Abend fand ein Abendessen der Jugendvertreter statt, die am Intersessional teilnehmen. Dort wurde die Arbeit am Jugendstatement besprochen. Schon in der ersten Sitzung sollen wir 3 Minuten bekommen, um unsere Sicht auf die Konsultationsergebnisse kund zu tun. Wir werden dabei besonders die Punkte aus dem Input der Major Group for Children and Youth nochmal hervorheben.

Jetzt warten wir darauf, dass der Raum sich für das Morgentreffen der Jugendvertreter füllt. Allerdings müssen viele sich noch registrieren, was Verspätungen verursacht.

 

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Sun, 11 Dec 2011 06:21:00 -0800 Vorbereitungen auf das 2. Intersessional Meeting http://jugenddelegierte.dbjr.de/vorbereitungen-auf-das-2-intersessional-meeti http://jugenddelegierte.dbjr.de/vorbereitungen-auf-das-2-intersessional-meeti

Die Ergebnisse des Klimagipfels stehen gerade im Licht der Öffentlichkeit – die Vorbereitungen auf Rio+20 laufen derweil auf Hochtouren weiter.

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Am 15. und 16. Dezember werden wir als Teil einer kleinen deutschen Delegation am 2. Intersessional Meeting teilnehmen. Diese "Intersessionals" wurden zwischen die mandatierten Vorbereitungssitzungen geschoben, um mehr Zeit für Vorverhandlungen zu haben.

In der kommenden Woche werden die Staaten die Ergebnisse der Konsultation diskutieren, die am 1. November zu Ende gegangen ist. Alle Eingaben wurden mittlerweile aufbereitet und sind auf der Rio+20-Website zu finden. Außerdem wird über die Struktur des Verhandlungsdokuments diskutiert, das nach dem Jahreswechsel entworfen werden soll.

Die Major Group for Children and Youth wird sich in erster Linie darauf konzentrieren, die Positionen der Staaten mitzuverfolgen (zu "tracken") und Lobbygespräche zu führen. Außerdem werden wir vielleicht ein kurzes Statement abgeben dürfen und uns bei den Side Events einbringen. Am Mittwochabend treffen sich die Jugendvertreter zum Abendessen, um die Strategie für dieses kurze Treffen abzusprechen.

Wir freuen uns auf drei arbeitsreiche Tage in New York und halten Euch hier und auf Facebook auf dem Laufenden!

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Sat, 10 Dec 2011 14:14:00 -0800 Kongress: Rio+20 – Nachhaltig vor Ort! http://jugenddelegierte.dbjr.de/kongress-rio20-nachhaltig-vor-ort http://jugenddelegierte.dbjr.de/kongress-rio20-nachhaltig-vor-ort

Vom 7.-9.12.2011 hat in Hannover der Kongress „Rio+20 – Nachhaltig vor Ort!“ stattgefunden. Dort kamen vor allem Vertreter von Kommunen, von lokalen Agenda21 Gruppen, sowie Vertreter von NGOs und der Wirtschaft zusammen, um über die Umsetzung und Entwicklung von lokalen Nachhaltigkeitsstrategien zu sprechen.

Landeshauptstadt Hannover, Fotograf libomedia.de

Lena hat in diesem Rahmen als Vertreterin der Jugend an dem Abschlussplenum des Kongresses mit Vertretern von Finanzen, Wirtschaft, NGOs und Gewerkschaft über „Nachhaltigkeit vor Ort“ diskutiert und auf die Wichtigkeit der Beteiligung Jugendlicher an  Entscheidungs- und Planungsprozessen hingewiesen.

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Wed, 07 Dec 2011 10:46:00 -0800 Rio+20 und die Jugend http://jugenddelegierte.dbjr.de/rio20-und-die-jugend-23380 http://jugenddelegierte.dbjr.de/rio20-und-die-jugend-23380

Im Juni 2012 trifft sich die Weltgemeinschaft zur UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung „Rio+20“ – genau 20 Jahre, nachdem der Weltgipfel von Rio de Janeiro 1992 wegweisende Beschlüsse zu Umwelt- und Entwicklungsthemen fasste. Doch die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte sind gering und der Handlungsbedarf ist heute dringender denn je zuvor, nicht nur im Bereich des Klimaschutzes.

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Jugendliche brennen für die soziale Dimension von nachhaltiger Entwicklung und können einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise leisten. Das machten die VertreterInnen deutscher Jugendorganisationen deutlich, die beim Round Table „Rio+20 und die Jugend“ des DNK am 30. September in Berlin mit Vertretern von Bundesministerien und Mitgliedern des Deutschen Bundestags zu einem Meinungsaustausch zusammentrafen.

Die Veranstaltung brachte rund 30 Vertreterinnen und Vertreter von DNK-Mitgliedsorganisationen und weiteren Jugendorganisationen zusammen, die sich mit nachhaltiger Entwicklung und der Rio-Konferenz beschäftigen. Sie möchten vor allem aufzeigen, dass Rio+20 auch aus der Sicht von Jugendlichen eine entscheidende Konferenz ist – es wird erwartet, dass in Rio die globale Agenda für die Nachhaltigkeitspolitik der kommenden Jahrzehnte vereinbart wird.

Im Gespräch mit Ulrich Nicklas vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit betonten die Teilnehmenden, dass verbindliche Beschlüsse in Rio unbedingt notwendig sind. Kinder und Jugendliche dürften nicht nur als Ressourcen der Zukunft verstanden werden – als Generation, die besonders von Zukunftsfragen betroffen ist, müssten sie aktiv in die Entscheidungsprozesse mit eingebunden werden.

In der Diskussion mit Heino Warnken vom Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wurde deutlich, dass ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften große Chancen für Entwicklungs- und Schwellenländer birgt. Gleichzeitig dürften verschärfte Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandard nicht zu neuem Protektionismus in den Industrieländern führen. Beim Umbau zu einer nachhaltigen Wirtschaft müsse vor allem auf die sozialen Fragen geachtet werden.

Dass die Vorstellungen von Nachhaltigkeit sehr unterschiedlich sein können, machte der abschließende Meinungsaustausch mit Mitgliedern des Deutschen Bundestages deutlich. Einerseits bestehe große Einigkeit darin, dass die Welt nachhaltiger bewirtschaftet werden muss. Auf der anderen Seite würde der Begriff „inflationär benutzt“ und es würde immer dann schwierig, wenn einzelne ihren Beitrag dazu leisten müssten. Auch Deutschland sei ein „Entwicklungsland“, das den Spagat zwischen Wohlstand und nachhaltiger Entwicklung noch lange nicht schaffe.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten an diesem intensiven Tag viele neue Impulse aufnehmen. Viele Organisationen werden Rio+20 in den kommenden Monaten zum Thema machen, Projekte und Aktionen starten sowie die Prozesse kritisch begleiten. Die DBJR-Jugenddelegierten zu Rio+20, die im Juni 2012 als Teil der Regierungsdelegation mit nach Brasilien fahren werden, stehen gerne als Referenten, Workshopleiter und als Unterstützer zur Verfügung.

Veröffentlicht auch auf d-n-k.org

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Thu, 22 Sep 2011 08:07:00 -0700 Strategietreffen für Rio-Jugendbeteiligung http://jugenddelegierte.dbjr.de/strategietreffen-fur-rio-jugendbeteiligung http://jugenddelegierte.dbjr.de/strategietreffen-fur-rio-jugendbeteiligung

Braucht jede Generation ihren Earth Summit? In welcher Welt möchten wir im Jahr 2052 leben? Wie viel können wir von Rio+20 erwarten? Für welche Ergebnisse wollen wir uns einsetzen – und wie? Das sind nur ein paar der Fragen, mit denen sich beim Rio+20 Youth Strategy Meeting in Mollina (Spanien) in dieser Woche 16 Jugendvertreter aus aller Welt befassen.

Effektive Jugendbeteiligung bei Rio+20 ist eine globale Herausforderung, nicht nur wegen der verschiedenen Kulturen, der Sprachbarrieren und der knappen finanziellen Mittel: Einige Jugenddelegierte werden als Teil der Regierungsdelegation Zugang zum Konferenzzentrum haben.

Viele werden sich mit Demonstrationen, Kampagnen und Aktion außerhalb der eigentlichen Verhandlungen für ein starkes Verhandlungserbgebnis stark machen. Viele Jugendliche werden in ihren Heimatländern Druck auf ihre Regierungen ausüben und in Brasilien entsteht gerade eine (Jugend-)Bewegung ungeahnten Ausmaßes.

Wie können wir all das zusammenbringen? Wie passen Massenmobilisierung und die Beteiligung einzelner an den hochkomplexen politischen Prozessen zusammen? Beim Strategietreffen in Mollina entwickeln wir Lösungsansätze für diese Frage und vernetzen Jugendvertreter aus den verschiedenen Zusammenhängen.

Das Strategietreffen findet im Rahmen der University on Youth and Development statt, die jedes Jahr rund 300 junge Menschen zu verschiedenen Arbeitstreffen, Workshops und Seminaren rund um Entwicklungsfragen, Engagement und globales Lernen zusammenbringt.

Regelmäßige Updates gibt's auf Posterous und auf Twitter: @baex und #uyd2011. Über die große Youth Space-Mailingliste werden außerdem tägliche Zusammenfassungen verschickt.

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Sat, 03 Sep 2011 13:17:00 -0700 Briefing zu Rio+20 http://jugenddelegierte.dbjr.de/briefing-zu-rio20 http://jugenddelegierte.dbjr.de/briefing-zu-rio20

In 10 Monaten trifft sich die Weltgemeinschaft in Rio de Janeiro – noch viel Zeit? Von wegen. Die Vorbereitung für Rio+20 gewinnt zunehmend an Dynamik. Viele Leitentscheidungen werden im Voraus getroffen. Auf knappen 8 Seiten erklärt das Briefing Rio+20: Prozesse, Erwartungen und Beteiligungsmöglichkeiten. Wer etwas mehr über Rio wissen will, ohne sich durch die offiziellen Dokumente und Websites zu ackern, dem sei die Lektüre herzlich empfohlen.

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Sat, 03 Sep 2011 13:10:00 -0700 Rio+20 und die Jugend http://jugenddelegierte.dbjr.de/rio20-und-die-jugend http://jugenddelegierte.dbjr.de/rio20-und-die-jugend

Zu Rio+20 werden nicht nur Regierungen eingebunden, sondern auch die Zivilgesellschaft spielt eine gewichtige Rolle. Wir möchten mit Vertreterinnen und Vertretern von Jugendorganisationen über die inhaltliche Fragen von Rio +20 diskutieren. Wie sehen Jugendliche in Deutschland die Fortschritte, was muss noch unternommen werden, was planen die Jugendorganisationen, um auf den Prozess aufmerksam zu machen? Das Deutsche Nationalkomittee für Internationale Jugendarbeit lädt zu einer Veranstaltung am 30. September in Berlin ein. Außer den Jugenddelegierten zu Rio+20 werden auch Vertreter des Umwelt- und des Entwicklungsministeriums dabei sein, um über den neuesten Stand der Dinge zu informieren. Mehr Informationen in der Einladung und auf www.d-n-k.org

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Fri, 13 May 2011 23:02:00 -0700 10 Year Framework of Programmes on Sustainable Consumption & Production Patterns (!?) http://jugenddelegierte.dbjr.de/10-year-framework-of-programmes-on-sustainabl http://jugenddelegierte.dbjr.de/10-year-framework-of-programmes-on-sustainabl

"If we keep on consuming and producing the way we are doing now, we will need two planets by 2050. Fact is, we only have one. " In the Johannesburg Summit in 2002 governments called for the creation of a '10 year framework of programs on sustainable consumption and production - SCP' (10YFP). This framework should support regional, national and international initiatives that will accelerate the real shift towards sustainable consumption and production patterns. During the 'Marrakech process' a lot of work has been done to prepare for this framework. The aim was to launch this '10 year framework on SCP' at CSD 19. You would think that this is logical seeing the fact that governments already agreed on establishing this framework almost 10 years ago. There were however some main issues that needed to be solved:

  • How will this framework be organized?
  • What programs would be added to the framework and how flexible would this list be throughout these 10 years?
  • What will the governance and review system be like?
  • How do you differentiate between the responsibilities and needs of developed and developing countries
  • How will we get the necessary fundings in times of multiple crises

Main issues, with a lot of major disagreements between EU, US, G77 and other important actors. It took several negotiations during the night and a lot of exhausted negotiators before an agreement was reached. But we can say that this 10YFP will be launched at CSD19, that there will a voluntary trustfund to support developing countries in implementing SCP measures, that there will be a lean secretariat within UNEP and a board that governs the fund, that there is an initial list of programs that will grow larger throughout these 10 years, ... One of the programs delegations agreed upon is "sustainable lifestyles and education". A program that is of course very important for children and youth. When it comes to changing our current consumption and production patterns, we still lack a sense of urgency. There now is a framework in which we can act. Now our generation needs to step forward and to act because the preceding generations seemed to have failed to do so until now. Is this the framework what we wanted as major group children and youth? Of course we wanted a lot more. We wanted additonal funding for these programs. We wanted clear indicators on SCP and a roadmap to develop an global indicator that goes beyond GDP. We wanted clearer objectives. We wanted to have full participation of civil society in the governance and review systems. We did not get any of that. But we did get an international framework ! And that is something we could only hope for a few months ago. Many Thanks for this article to Ward Claerbout, Flemish Youth Representative to UN-CSD. Update: Unfortunately, this article is no longer up to date. CSD-19 failed completely and there is also no 10YFP on SCP. Upcoming blog articles will focus on what must happen now, especially looking towards Rio+20.

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Fri, 13 May 2011 22:02:00 -0700 Beginn der zweiten Woche & high-level segment http://jugenddelegierte.dbjr.de/beginn-der-zweiten-woche-high-level-segment http://jugenddelegierte.dbjr.de/beginn-der-zweiten-woche-high-level-segment

Nach einem entspannten freien Samstag traf sich unsere Major Group am Sonntagnachmittag,um die vergangene Woche zu besprechen, die nächste Woche zu planen und um einen Einblick in die Planungen zu Rio+20 zu bekommen. Montag und Dienstag waren "reguläre" Verhandlungstage. Neu sind die Nachtsitzungen, die gegen 18:30 beginnnen und deren Ende nicht festgelegt ist. Die Kombination aus Müdigkeit und wachsendem Zeitdruck sorgt hier für Verhandlungen, die weniger formal gehalten und dafür konstruktiver & ergebnisorientierter sind. Das heißt aber nicht, das Delegationen nicht mehr auf ihren kontroversen Positionen bestehen, was dazu führt, dass sich die Sitzungen teilweise bis in die frühen Morgenstunden hinziehen.

Seit Mittwochmorgen läuft jetzt das sogenannte "High Level Segment", zu dem Minister und Staatssekretäre aus vielen Ländern angereist sind. Die Veranstalltungen mit den Ministern sind von symbolischer Art, während die "normalen" Verhandlungen nebenher weiterlaufen. Sie kommen zwar nicht automatisch schneller voran, jedoch können die Minister im Zweifel Entscheidungen treffen, die über den Verhandlungsrahmen der regulären Delegierten hinausgehen.

Der Mittwoch gestaltete sich aber weniger erfreulich für uns Jugendvertreter: Bei der Eröffnung des High Level Segments konnten wir unser Statement nicht halten. Da einige Staaten ihre Redezeit ziemlich überzogen, hat der Chair die Veranstalltung vor uns Major Groups abgebrochen. Schade, dass er uns noch nicht einmal erwähnt hat. Der "Multi-stakeholder dialogue on policy options, practical measures and the way forward" am Nachmittag wurde leider (für uns völlig überraschend) vorzeitig beendet, nachdem alle Staaten und Major Groups der ursprünglichen Redeliste ihre Statements abgegeben hatten. Dabei war diese Session uns als Möglichkeit angepriesen worden, offen Fragen zu stellen, bzw. ein zweites Statement abzugeben.

Indem wir jeder Gelegenheit Statements abgeben, Gespräche mit Delegationen und anderen Major Groups führen und insbesondere in allen Verhandlungen – einschließlich den Nachtsitzungen – anwesend sin, können wir ununterbrochen für unsere Anliegen in den einzelnen Themenfeldern werben und zeigen, wie sehr wir Jugendlichen uns für selbst solch schwierige und manchmal auch unatraktive Themen interessieren und wie sehr uns Nachhaltigkeit in allen Bereichen am Herzen liegt.

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Mon, 09 May 2011 04:58:00 -0700 CSD-19: Es zieht sich! http://jugenddelegierte.dbjr.de/csd-19-es-zieht-sich http://jugenddelegierte.dbjr.de/csd-19-es-zieht-sich

Verbindliche Vereinbarungen oder nur wage Handlungsempfehlungen? – darum ging es hauptsächlich in der zweiten Hälfte der ersten Verhandlungswoche. Die Vorschläge sind jetzt auf dem Tisch und der Verhandlungstext ist von 25 auf über 50 Seiten angewachsen. Die einzelnen Working Groups sind nun schon bei der zweiten Lesung ihres Textes; es wird über die zuvor eingebrachten Änderungsvorschläge diskutiert. Je nachdem, wie wichtig ein Textabschnittes ist, zieht sich das ziemtlich lange hin. Vor allem, wenn jede kleine Änderung aufgerufen wird – da wird dann auch mal eine halbe Stunde gestritten, ob am Beginn eines Satzes nun "Ensure" (stärker) oder "Encourage" (schwächer) stehen soll. Hier zeigt sich dann auch, ob  der Verhandlungsleiter konsequent vorgeht – oder ob er etwa häufiges Springen zwischen den verschiedenen Absätzen zulässt.

Für diese Woche sind die ersten Nachtsitzungen schon angekündigt (das heißt, dass abends nochmal eine Sitzung stattfindet, die ab 18:30 und ohne festgelegtes Ende stattfindet), denn Einigungen über kritische (entscheidende) Punkte wurden in der ersten Woche selten erzielt. Erst in der dritten Lesung werden die Änderungen abgestimmt und es entscheidet sich, ob ein Konsens erreich werden kann. Als Jugendvertreter versuchen wir weiter tapfer, die Abänderung oder Ergänzung einzelner Textstellen zu verändern oder zu ergänzen. Was nicht immer einfach ist, da man immer wissen muss muss, was gerade aktueller Verhandlungsstand ist.

Um wirklich Änderungen erreichen zu können, mussten wir Proritäten setzten. Dabei liegt unser Augenmerk vorallem auf den kritischen Stellen im Text, die wir dann versuchen mit den einzelnen Delegationen zu besprechen. Manchmal gilt es aber auch zuerst herauszufinden, warum bestimmte Änderungen überhaupt gemacht wurden. Selbst Änderungsanträge zustellen oder uns zu Wort zumelden dürfen wir nicht. Manchmal darf von den Major Groups ein kurzes Statement am Ende einer Sitzung gehalten werden. Die Frage ist aber, ob sich dieses wirklich lohnt, da man es erst in längerer Vorarbeit vorbereiten muss und wir letztlich nicht alleine sind, schließlich gibt es noch acht andere Major Groups (u.a. Frauen, indigene Völker, Gewerkschaften und Industrievertreter), von denen selten mehr als eine aufgerufen wird. Am Mittwoch beginnt das High Level Segment – Minister und Staatssekretäre reisen an. Das heißt auf der einen Seite, dass nur noch am Montag und Dienstag "normale" Verhandlungen stattfinden; auf der anderen Seite, dass wir dannach wahrscheinlich keine Änderungen mehr bewirken können. Es bleibt abzuwarten, ob (inoffizielle) Diskussionen der Regierungsvertreter dann zu guten Ergebnissen führen... Dieser Text erscheint auch auf Facebook.

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Fri, 06 May 2011 16:09:25 -0700 Einordnung und Arbeitsweise der CSD http://jugenddelegierte.dbjr.de/einordnung-und-arbeitsweise-der-csd http://jugenddelegierte.dbjr.de/einordnung-und-arbeitsweise-der-csd An dieser Stelle ein kleiner Überblick, was die CSD eigentlich ist und wie sie organisiert ist. Ob das noch auch noch nach dem Earth Summit 2012 in Rio (Rio+20) gilt, steht aber noch in den Sternen.
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Die CSD – “Comission on Sustainable Development” ist die Nachhaltigkeitskommission der Vereinten Nationen. Sie wurde in Folge des Weltgipfels 1992 in Rio gegründet und hat das Ziel, die Umsetzung des dort entstandenen Aktionsplans, der Agenda 21, zu erleichtern und internationale Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung zu fördern. Seit 1993 tagt die CSD jährlich in New York, wo nicht nur VertreterInnen der Nationalstaaten zusammen kommen, sondern auch zivilgesellschaftliche und transnationale Organisationen an dem Treffen teilnehmen – allerdings ohne Stimm- und mit beschränktem Rederecht. Ihre Anwesenheit ist trotzdem äußerst wichtig, denn sie informieren die CSD zum Beispiel über den Stand der Umsetzung der Agenda 21 aus Sicht der Wissenschaft und dem privaten Sektor und gewährleisten eine breite Einbindung der Bevölkerung. Wie das Thema Nachhaltigkeit selbst sind auch die Themen der CSD sehr vielseitig. Sie werden in Themenblöcken behandelt, die 2003 für die nächsten 14 Jahre festgelegt wurden. Dabei beschäftigt ein Themenkomplex die CSD immer zwei Jahre lang. Im ersten Jahr, der so genannten „review session“, wird eine Bestandsaufnahme gemacht, wobei Hindernisse und Schwierigkeiten bei der Umsetzung der Ziele von Rio zu diesen Themen analysiert werden, ein Austausch regionaler Erfahrungen stattfindet und der Dialog mit Experten gesucht wird. Den Abschluss dieser Sitzung bildet ein Bericht des Vorsitzenden, der als Grundlage für die CSD im folgenden Jahr dient. Dann geht es an die politische Umsetzung, warum diese Sitzung auch „policy session“ genannt wird. Das Arbeitsprogramm für 2010 und 2011 sieht Transport, Chemicals, Waste Management, Mining, A Ten Year Framework of Programmes on Sustainable Consumption and Production Patterns vor. Die CSD-19 ist eine "policy session", es geht also um die politsche Umsetzung und konkrete Handlungsempfehlungen. Die CSD hat keine Entscheidungsbefugnis. Sie kann lediglich Strategien und Handlungsmöglichkeiten zur Förderung der nationalen, regionalen und internationalen Umsetzung der Agenda 21 vorschlagen. Diese Empfehlungen müssen dann von anderen Institutionen, wie Einrichtungen der UN oder Nationalregierungen angenommen und in ihre Arbeit integriert werden. So verlaufen sich die Ergebnisse der CSD also nicht im Sande, sondern werden als Richtung weisende Meinung der UN weiter verwendet. Soweit die Grundlagen, die ich hauptsächlich hier entnommen habe. In späteren Artikeln dann mehr zu Rio+20, dem Vorbereitungsprozess und den zu erwartenden (und den erhofften) Ergebnissen.

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Fri, 06 May 2011 14:26:00 -0700 CSD-19: Eröffnung und erste Verhandlungstage http://jugenddelegierte.dbjr.de/csd-19-eroffnung-und-erste-verhandlungstage http://jugenddelegierte.dbjr.de/csd-19-eroffnung-und-erste-verhandlungstage

Am Sonntag traf sich die Major Group on Children and Youth (MGCY) zum "Youth Blast". In der MGCY gibt es sowohl offizielle Jugenddelegierte (wie wir), als auch Vertreter von Jugend- und anderen NGOs ohne offizielles Mandat. Während unseres Treffen lernten wir viele von den anderen Jugendvertretern kennen und entwickelten gemeinsame Positionen und Änderungsvorschläge zum Verhandlungsentwurf. Der Verhandlungsentwurf, über den in diesem Jahr auf der CSD diskutiert wird, wurde aus den Ergebnissen der CSD-18 im vergangenen Jahr zusammengestellt.

Beim Youth Blast teilten wir uns außerdem in thematische Lobby-Gruppen auf – schließlich kann sich nicht jeder um alle Themen kümmern. Lena kümmert sich nun schwerpunktmäßig um das Thema Bergbau, obwohl sie eigentlich lieber Abfallmanagement übernommen hätte. Die praktische Notwendigkeit, alle Themen gut abzudecken, hatte aber Vorrang. Felix hatte mehr "Glück" und koordiniert nun die Arbeit zu Transport.

Am Montagmorgen erarbeiteten wir gemeinsam das Opening Statement der MGCY, in dem wir unter anderem für verbindliche Vereinbarungen für ein Programm zu nachhaltigen Produktions- und Konsumweisen eingetreten sind – inklusive finanziellen Auswirkungen, die natürlich immer das schwierigste Verhandlungsthema sind. Außerdem machten wir deutlich, dass jeder Staat für die Entsorgung (oder besser für das Recycling) seiner Abfälle selbst verantwortlich ist. Leider ist das aber gerade bei Elektronikschrott und anderen gefährlichen Abfällen alles andere als selbstverständlich. Jeden Tag finden Sitzungen zu bestimmten Themen statt.

In den letzten Tagen wurden alle Themen einmal abgedeckt, nun beginnt die zweite Runde. Leider läuft das ganze bisher noch etwas chaotisch ab: Da es von offizieller Seite keine präzisen Ankündigungen gibt, weiß keiner wirklich, wann welche Verhandlungsthemen drankommen. Es kann sein, dass am Tag zuvor angekündigt wurde, dass am nächsten Morgen das Thema Verkehr aufgerufen wird, man aber fünf Minuten vor Sitzungsbeginn herausfindet, dass die Themen getauscht wurden und etwas ganz anderes verhandelt wird. Wir müssen wirklich flexibel sein, um kompetent (und mit den richtigen Leuten) in die einzelnen Veranstaltungen reinzugehen.

Während der Veranstaltungen wird der jeweilige Abschnitt des Verhandlungstext Punkt für Punkt besprochen. Dabei werden von einzelnen Ländern oder Ländergruppen Anmerkungen gemacht. So kann es zum Beispiel sein, dass ein Land einzelne Sätze verändern, bestimmte Wörter ersetzen oder auch ganze Abschnitte löschen möchte. Darüber muss dann verhandelt werden, da natürlich nicht alle Länder der gleichen Meinung sind. So passiert es, dass manchmal zwanzig Minuten darüber diskutiert wird, ob man in dem Abschnitt lieber das Wort "jobs" oder das Wort "work" verwenden möchte. Entscheidend wird es dann, wenn bestimmte Aussagen abgeschwächt oder verstärkt werden sollen. Dazu erzählen wir aber ein anderes Mal mehr.

In den einzelnen Themenfeldern gibt es jeweils Staaten und Lobbygruppen, die besonders aktiv sind. Die großen Staatengruppen EU und G-77 (ein Zusammenschluss von Entwicklungsländern der südlichen Hemisphäre) haben sich natürlich vorher abgesprochen. Sie haben jeweils Verhandlungsführer aus einzelnen Mitgliedsländern – beispielsweise Ungarn für die EU und Peru für die G-77. Die anderen Länder aus diesen Staatengruppen halten sich mit Beiträgen meist sehr zurück (wenn sie überhaupt in den Verhandlungen anwesend sind). Außerdem sind Länder wie die Vereinigten Staaten und Kanada, Israel, Australien und Norwegen aktiv, wenn sie von den jeweiligen Themen betroffen sind. Ein entscheidendes Thema wird das 10-Jahresprogramm zu nachhaltigen Produktions- und Konsummustern sein. (Auf Englisch heißt dieses Monster 10 Year Framework of Programmes on Sustainable Production and Consumption Patters, im Verhandlungsjargon abgekürzt 10YFP SCP). Eine Übersicht, was damit eigentlich gemeint ist und wie die Verhandlungen dazu laufen, werden wir in den nächsten Tagen zusammenstellen. Links zum Weiterlesen:

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