Das Jugenddelegierten-Programm

Dafür stehen sie in engem Austausch mit Kindern und Jugendlichen. Auf regelmäßigen Veranstaltungen in Schulen, Vereinen und verschiedenen Initiativen sammeln sie Ideen, Wünsche und Forderungen. Gleichzeitig berichten sie von ihren Erfahrungen und dem Fortschritt Deutschlands bei der Umsetzung der 2030-Agenda.

Die Jugenddelegierten für Nachhaltige Entwicklung begleiten die deutsche Regierungsdelegation unter Leitung des Umweltministeriums zum Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung (engl. High Level Political Forum for Sustainable Development, kurz HLPF) der UN. Dort vertreten sie die Interessen von jungen Menschen aus Deutschland vor der Weltgemeinschaft.

Bewerbungen können einmal jährlich beim Bundesjugendring eingereicht werden, in der Regel im Spätsommer/Herbst. Die Auswahl nehmen der DBJR und das BMUKN vor. Die Delegation umfasst zwei Jahre. Bewerber*innen dürfen max. 25 Jahre alt sein. Englisch in Wort und Schrift (fließend), Kommunikationsstärke und Interesse an internationaler Politik und Nachhaltigkeit sind Voraussetzung. Die politische Ausrichtung spielt keine Rolle. Hilfreich sind Erfahrungen im ehrenamtlichen Engagement, in Gremien- und Jugendverbandsarbeit sowie bei Vertretungsaufgaben. Bei Interesse oder Fragen gerne an jugenddelegierte@dbjr.de wenden.

Im September 2015 wurde während der UN Generalversammlung die 2030 Agenda beschlossen. Diese beinhaltet 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals), die die Weltgemeinschaft bis zum Jahr 2030 erreichen möchte.

Der Fortschritt dieser Verpflichtungen wird jährlich während des HLPF-Treffens überprüft.

Die Jugenddelegierten sind Teil einer Delegation der Bundesregierung und vertreten junge Menschen aus Deutschland in diesem Gremium. Sie arbeiten während der Tage in New York mit dem Umweltministerium zusammen. Zugleich formulieren sie mit Jugenddelegierten aus anderen Staaten Erwartungen an die Regierungen und die Vereinten Nationen.

Dabei arbeiten sie auch mit der Major Group for Children and Youth zusammen, die die globale Interessen junger Menschen vor den Vereinten Nationen vertritt.

Des Weiteren besuchen sie nach Absprache mit dem Bundesumweltministerium weitere themennahe Konferenzen und Gipfel, wie z. B. die UNEA und PAGE-Konferenzen.

In Deutschland sind wir das ganze Jahr über unterwegs, um mit jungen Menschen in den Dialog zu treten, ihnen über die internationalen Nachhaltigkeitsziele und die deutsche Umsetzung zu berichten. Gleichzeitig sammeln wir Eure Forderungen, Wünsche und Kritik ein, um diese in New York einzubringen.


Die aktuellen Jugenddelegierten

Matilda Ramge

Jugenddelegierte für Nachhaltige Entwicklung 2026/27

Matilda engagiert sich bei der BUNDjugend. Dort ist sie unter anderem im Arbeitskreis Klima und in der Koordinierungsstelle für Jugendbeteiligung in Klimafragen des DBJR aktiv. Ihr ist es wichtig, die Chancen und Möglichkeiten einer wirksamen Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele zu betonen sowie Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik gesellschaftlich anschlussfähig zu gestalten. Hierfür ist es ihr ein Anliegen, soziale Fragen, Gleichstellung und gerechte Teilhabe mitzudenken und einzufordern.

Wirksame Jugendbeteiligung ist für sie eine entscheidende Voraussetzung für eine inklusive und generationengerechte Umsetzung der 2030-Agenda. Im Sinne von „Our Common Future“ möchte sie mit und für junge Menschen gerechte und zukunftsfähige Lösungsansätze zu den Nachhaltigkeitszielen in politische Räume tragen und sie dort wirksam vertreten. Mit Blick auf das Jahr 2030 ist es Matilda wichtig, in ihrer Amtszeit weiterhin ein ermutigendes Narrativ um die SDGs aufrechtzuerhalten und diese auch „beyond 2030” weiterzudenken. 
Bei Interesse an einem Austausch, Workshops oder einer weiteren Zusammenarbeit kann man Matilda per E-Mail erreichen.

matilda.ramge@dbjr.de

Florian Brod

Jugenddelegierter für Nachhaltige Entwicklung 2025/26

Florian ist Pfadfinder beim Ring deutscher Pfadfinder*innenverbände und beim Verband Christlicher Pfadfinder*innen und dort schon seit vielen Jahren in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Hier stärkt er vor allem die jugendpolitische Außenvertretung. Darüber hinaus arbeitet er besonders gerne im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung, sowohl im nationalen als auch im internationalen Kontext. 

Für ihn stehen die Nachhaltigkeitsziele ganz klar für die Zukunft junger Menschen. Deshalb ist es ihm wichtig, dass diese auch gehört und an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt werden. Unter der Überschrift „Einhaltung der planetaren Grenzen“ (Belastungsgrenzen der Erde) liegen Florians thematische Schwerpunkte auf dem Abbau von Ungleichheiten, der Geschlechtergerechtigkeit, dem Klimaschutz und der Generationengerechtigkeit. 
Bei Interesse an einem Austausch, Workshops oder weiterer Zusammenarbeit ist er direkt und unkompliziert per E-Mail erreichbar.

florian.brod@dbjr.de



Die 17 SDGs

Die 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) sind politische Zielsetzungen der Vereinten Nationen, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen. Die Ziele traten am 1. Januar 2016 mit einer Laufzeit von 15 Jahren in Kraft, das heißt bis zum Jahre 2030 sollen alle Ziele erreicht sein.

Im Unterschied zu den MDGs, die insbesondere Entwicklungsländern galten, gelten die SDGs für alle Staaten.

Die deutsche Bundesregierung hat die 2030 Agenda mit ihren 17 nachhaltigen Entwicklungszielen im Bundestag ratifiziert, das heißt es ist ganz dezidiert das Ziel Deutschlands die Agenda bis zum Jahr 2030 umzusetzen.
Deswegen halten wir das Wissen über die Agenda und die ehrgeizigen Ziele für ein unglaublich mächtiges Instrument, gerade für junge Menschen, um Politiker*innen an ihre Verantwortung zu erinnern.
Viele Jugendverbände arbeiten und argumentieren bereits jetzt mit den nachhaltigen Entwicklungszielen.