Bundesjugendring fordert Ende privater Böller und Feuerwerke
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Belastungsprobe für Umwelt und Gesellschaft
Silvester gilt für viele Menschen als Moment des Zusammenkommens, des Feierns und des Neuanfangs. Gleichzeitig zeigt der Jahreswechsel jedes Jahr aufs Neue die massiven Belastungen durch private Feuerwerkskörper: extreme Feinstaubwerte, panische Tiere, zahlreiche Verletzte sowie überlastete Rettungs- und Einsatzkräfte. Hinzu kommen hohe Kosten für Reinigung und Reparaturen, die von den Kommunen und damit der Allgemeinheit getragen werden.
Schutz von Gesundheit und Umwelt
Der Bundesjugendring spricht sich deshalb für ein bundesweites, ganzjähriges Verbot des Verkaufs und der privaten Verwendung von Pyrotechnik der Kategorie F2 aus. Die Jugendverbände und Jugendringe machen deutlich, dass es nicht um ein Verbot des Feierns geht, sondern um den Schutz von Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft. Besonders junge Menschen und kommende Generationen tragen die langfristigen Folgen der Umwelt- und Klimabelastung.
Gefahr für Menschen und Einsatzkräfte
Private Feuerwerke stellen zudem ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Unfällen, von denen häufig Kinder und Jugendliche sowie unbeteiligte Dritte betroffen sind. Auch psychische Belastungen, etwa für traumatisierte Menschen, werden durch die laute Geräuschkulisse verstärkt. Für Einsatzkräfte bedeutet die Silvesternacht regelmäßig eine Ausnahmesituation, in der sie zusätzlich gezielten Angriffen ausgesetzt sind.
Alternativen statt Böller
Ein Verbot privater Feuerwerkskörper kann Raum für neue Formen des gemeinsamen Feierns schaffen. Der Bundesjugendring wirbt für professionell organisierte, zentrale und sichere Alternativen wie Licht-, Laser- oder Drohnenshows. Diese ermöglichen eindrucksvolle Gemeinschaftserlebnisse ohne Lärm, Gefahr und Umweltverschmutzung. Der Bundesjugendring fordert deshalb Politik und Kommunen auf, entsprechende Konzepte zu entwickeln und zu fördern, die den Schutz junger Menschen und eine nachhaltige Gestaltung des Jahreswechsels in den Mittelpunkt stellen.