DBJR veröffentlicht Stellungnahme zur Sozialstaatsreform und bringt sich in Stakeholder-Gespräch ein

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales von oben fotografiert. Im Hintergrund ist u.a. der Fernsehturm zu sehen
Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) hat die Perspektive junger Menschen in die Arbeit der Kommission zur Sozialstaatsreform eingebracht.

DBJR-Vorsitzende Daniela Broda hatte am 12. September 2025 die Chance, die Sicht des DBJR beim Stakeholder-Gespräch der Kommission zur Sozialstaatsreform einzubringen. In ihrer Stellungnahme betonte sie, dass Jugend eine eigenständige Lebensphase mit spezifischen Bedarfen ist, Kinder also nicht nur Teile von Familie und Jugendliche nicht nur Heranwachsende auf dem Weg zum Erwachsensein. Der Sozialstaat hat daher gegenüber jungen Menschen in ihren verschiedensten Lebenslagen eine besondere Verantwortung. Junge Menschen sind bei allen Reformvorhaben zu hören und zu beteiligen.

In Einklang mit den Zielen der Kommission fordert der DBJR u.a.

  • eine armutsfeste Kindergrundsicherung als eigenständige, unbürokratische und bedarfsorientierte Leistung für alle Kinder und Jugendlichen,

  • ein elternunabhängiges, existenzsicherndes BAföG mit deutlich reduziertem Verwaltungsaufwand,

  • die Ablösung des bisherigen Bildungs- und Teilhabepakets zugunsten eines diskriminierungsfreien, pauschal gewährten Teilhabesystems, das auch außerschulische Angebote unbürokratisch einschließt,

  • eine solidarische und zukunftsfähige Weiterentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung,

  • sowie das Vorantreiben der inklusiven Kinder- und Jugendhilfe.

Mit dem Beitrag von Daniela Broda und der schriftlichen Stellungnahme wurde deutlich gemacht: Junge Menschen müssen in der Sozialstaatsreform konsequent berücksichtigt und beteiligt werden.

Zur Stellungnahme des Bundesjugendrings im Volltext

Themen: Stellungnahme Sozialpolitik